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Wie ist das Studium aufgebaut

Das Psychologiestudium ist konsekutiv aufgebaut, das heißt es gliedert sich in einen Bachelor- und einen darauf aufbauenden Masterstudiengang. Um sich Psychologe oder Psychologin nennen zu können, muss man mindestens 10 Semester Psychologie studiert haben (300 ECTS). In der Regel ist der Bachelorstudiengang für 6 Semester angesetzt. Der Masterstudiengang dauert in der Regel 4 Semester.

Am 1. September 2020 ist die Reform des Psychotherapeutengesetzes in Kraft getreten. Die von der DGPs und dem Fakultätentag Psychologie empfohlenen Studiengänge wurden so verändert, dass an den meisten staatlichen Universitäten schon seit 2020 die neuen Bachelor-Studiengänge Psychologie angeboten werden.

Diese führen zu einem polyvalenten Bachelor in Psychologie, das heißt, dass man mit dem Abschluss des Bachelor-Studiums:

  • sowohl für den Master-Studiengang in Psychologie mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie qualifiziert ist, sofern man die erforderlichen Wahlmodule belegt hat
  • als auch für andere Master-Studiengänge der Psychologie mit weiteren Anwendungsbereichen und Forschungsschwerpunkten, sofern man die hierfür erforderlichen Wahlmodule belegt hat

 

Das Bachelor-Studium

Im Bachelor lernen die Studierenden zunächst im Rahmen von Grundlagenfächern Themen und Theorien des menschlichen Erlebens und Verhaltens kennen, zum Beispiel in der Allgemeinen Psychologie und Sozialpsychologie. Wichtig sind auch Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, zum Beispiel Statistik und Forschungsmethoden. Später erhalten Bachelor-Studierende Einblicke in die sogenannten Anwendungsfächer wie die Klinische Psychologie, Arbeits- Betriebs und Organisationspsychologie oder Pädagogische Psychologie, und erproben ihr theoretisches Wissen erstmals in Form von Forschungspraktika an ihren Unis.

 

Das Master-Studium

Das Masterstudium dient der Vertiefung der Kenntnisse aus dem Bachelorstudiengang. An vielen Universitäten bietet sich hier bereits die Möglichkeit einer Schwerpunktsetzung, zum Beispiel in Richtung Klinischer Psychologie oder Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie. Der individuelle Aufbau des Masterstudiums ist über die Internetseiten der jeweiligen Universitäten zu erfahren.

Mit Inkrafttreten der Psychotherapie-Gesetzesreform am 1. September 2020 gelten neue Regelungen für alle Studierenden, die den Berufswunsch Psychotherapeutin/Psychotherapeut haben.

Kern des neuen Gesetzes ist, dass nach einem Bachelor-Studium Psychologie ein Masterstudium Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie folgt.

Nach den akademischen Abschlüssen (Bachelor und Master) muss zusätzlich eine Staatsprüfung abgelegt werden, mit dem Abschluss „Approbation“ in Psychotherapie.

Das Studium kann nur an Universitäten angeboten werden. Für die Approbation in Psychotherapie müssen die Studiengänge auch berufsrechtlich anerkannt sein. Nicht alle privaten Hochschulen haben Universitätsstatus. Darauf sollte man bei der Auswahl achten.

Diese neuen Regelungen haben wir in diesem pdf auch noch einmal kurz zusammengefasst.

Aus- und Weiterbildung im Anschluss an das Studium

Die gute Nachricht: Grundsätzlich ist jeder Absolvent, der einen B.Sc. und M.Sc. in Psychologie vorweisen kann, für den Arbeitsmarkt bestens gerüstet und kann direkt in viele verschiedene Berufsfelder einsteigen.
Für einige Einsatzbereiche sind im Anschluss an das Studium allerdings Aus- bzw. Weiterbildungen erforderlich. So muss, wer als Psychotherapeut/Psychotherapeutin arbeiten und über die Krankenkassen abrechnen will, entweder a) nach den neuen gesetzlichen Regelungen im Anschluss an die Approbation eine mehrjährige Weiterbildung im Rahmen einer finanzierten Berufstätigkeit mit Schwerpunktbildung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychotherapie für Erwachsene oder Klinische Neuropsychologie machen.

Oder b) nach der alten Gesetzgebung eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten absolvieren (dies gilt für alle Studierenden, die vor dem 1. September 2020 mit ihrem Studium begonnen haben). Diese Übergangsregelung gilt bis zum 1. September 2032, bis dahin muss die Ausbildung nach alter Gesetzgebung abgeschlossen worden sein.

Aus- und Weiterbildungen nach dem Studium